|
|
|
24 June - 15 July 1988
15 paintings exhibited
|
|
|
|
 |
|
|
Kölnische Rundschau
Bruno F. Schneider
Puppenstuben mit Bett und Badewanne; Reliefbildnisse von Paul Critchley
Scuttling Die Bilder sind wie ein Blick von oben in aufgeklappte Puppenstuben, möbliert mit Betten, Schränken, Tischen, Badewannen und der Wäsche auf der Leine im Trockenraum. Das Ganze ist jeweils in einen unregelmäßigen Rahmen gebracht, der dem Gemalten Reliefcharakter gibt.
Der Amerikaner Frank Stella ist zwar mit solchen Tafelobjecten vorangegangen, der britischeKünstler Paul Critchley (geb. 1960) aber folgt ihm nur im Formalen. Was sich nähmlich auf den unregelmäßig begrenzten Fläschen abspielt, ist eher eub Psychodrama. Oder besser gesagt, abspielen könnte; denn es ereignet sich ja nicht viel: Eine Maus auf dem Fußboden spielt mit einer Rose, der Künstler satzt oder steht in der Badewann und ein Setter bewacht worfenen Büstenhalter aus schwarzer Spitze.
Es bleibt dem Betrachter unbenommen, sich zu den Requisiten nach Maßgabe eigener Phantasie die entsprechenden Gesichten auszudenken. Die Eigentlichen Abenteuer erlebt das Auge aber bei einer Wanderung durch die ungewöhnlichen und verzerrten Perspektiven der puppigen Interieurs, die der Künstler in seinem eigenen Hause nachgebildet hat. Eine Wanderung, bei der den Betrachter manchmal ein Schwindelgefühl überkommt, wie bei den Unmöglichen, gemalten Architekturen von M.C. Escher. Hinter dem harmlosen Requisiten aber und hinter dem Spiel mit der Perspektive lauert in jedem Bilde etwas Abgründiges, ein leises Grauen läßt nicht vergessen, daß der bürgerliche Anstrich dieser Wohnung auch eine fatale Täuschung sein könnte.
15.7.1988
|
|
|
 |
|
Kölnische Rundschau
Bruno F. Schneider
Dolls House with Bed and Bathtub; Relief Paintings by Paul Critchley
The paintings give a view rather like that from the top looking down into unfolded dolls houses, furnished with beds, cupboards, tables, baths and laundry hung on the clothes-line in the drying-room. The whole is brought together within an irregular shaped frame, giving the paintings a relief character.
The American Frank Stella also started with similar table-objects, but this British artist Paul Critchley (born 1960) follows him only in the formal way. What is happening on these irregular bordered planes, is more of a psychodrama, or better still, what could be happening, for there is not really that much actually occurring: A mouse on the floor is playing with a rose, the artist is sitting or standing in the bath and a Setter is discontentedly guarding a carelessly discarded black lace bra.
The viewer is at liberty to use his own imagination to create appropraite stories inspired by the objects portrayed. The eye experiences the real adventure best by a 'walk' through the unusual and distorted perspectives of the doll-like interiors, which are representations of the artists own house. A walk which makes the viewer sometimes feel uneasy, rather like the ?impossibles?, painted architectures by M.C. Escher. But behind the innocent objects and behind the play with the perspective in each painting there is something precipitous lying in wait; a light greyness shouldn't make one forget that behind the mundane decor of this house there could also be a fatal deception.
15.7.1988
|
|
|
 |
|
Junge Kunst, Edition Maas
Galerien im Gespräch. Galerie Rath
Extract:
Den Engländer Paul Critchley beschäftigt wiederum eine ganz andere Thematik. Seine Objekte überschreiten eine grenze von der traditionellen tafelmalerei zum Objekt, das in seinen spitzwinkeligen Umrissen in den realen raum begreift. Seine Darstellung realistischer Interieurs, in bewusster Anlehnung an die niederländische Malerei des 16/17 Jahrhunderts, treibt ein verwirrendes Spiel mit der Perspecktive, die gleichsam seine formate diktiert.
1.9.1988
 |
|
|
|
|
|
|
|